Menu
Startseite Startseite
Aufgaben und Ziele Aufgaben und Ziele
Öster. Zertifizierungskommission Öster. Zertifizierungskommission
Kommentare der Mitglieder Kommentare der Mitglieder
Brustgesundheitszentren – BGZ Brustgesundheitszentren – BGZ
Zert. Brustgesundheitszentren Zert. Brustgesundheitszentren
Anforderungen zur Zertifizierung Anforderungen zur Zertifizierung
Zentren Gynäkolog. Tumore - ZGT Zentren Gynäkolog. Tumore - ZGT
Zert. Zentren Gynäkolog. Tumore Zert. Zentren Gynäkolog. Tumore
Anforderungen zur Zertifizierung Anforderungen zur Zertifizierung
Presse Presse
Jahresberichte Jahresberichte
Presse Artikel Presse Artikel
Kontakt Kontakt
Impressum Impressum

Presseaussendung März 2010

Fachübergreifende Zertifizierungskommission für Brustgesundheitszentren gegründet 
 
Großer Erfolg: Alle sieben für Brustgesundheitszentren (BGZ) relevanten Fachgruppen ziehen an einem Strang. Erklärtes Ziel ist ein österreichweit einheitlich hoher Qualitätsstandard für alle an Brustkrebs erkrankten Frauen. 
 
Qualitätssicherung ist auch im medizinischen Bereich ein wichtiges Element. Eine Zertifizierung sichert gleichmäßig hohe Qualität von der Diagnose bis zur Behandlung und ermöglicht somit allen Patientinnen eine optimale Betreuung. Mit der Gründung der Österreichischen Zertifizierungskommission (ÖZK) ist es erstmals gelungen, von allen Fachgesellschaften getragene Zertifizierungskriterien zu schaffen und somit die Qualitätsstandards in allen Österreichischen Zentren, die Brustkrebs behandeln, auf gleich hohem Niveau zu halten. Die EU hat die Implementierung von flächendeckenden Früherkennungsprogrammen und zertifizierten Brustzentren mit klar definierten Qualitätskriterien vorgegeben, nun schreitet die Umsetzung auch in Österreich zügig voran. Der Österreichischen Zertifizierungskommission ist die Umsetzung europäischer Qualitätsnormen auf die spezielle österreichische Situation durch die Schaffung von affilierten Partnern gelungen. Durch die Anbindung kleinerer (meist regionaler) Krankenhäuser an größere Brustgesundheitszentren können gleich hohe Qualitätsstandards flächendeckend gewährleistet werden. 
 
Heilungschancen steigen mit der Qualität der Behandlung
Univ. Doz. Dr. Walter Neunteufel, Sprecher der Zertifizierungskommission, hebt die Bedeutung der Zertifizierung hervor: “Brustkrebs ist eine der Krebserkrankungen mit den besten Heilungschancen, wenn die Erkrankung früh genug erkannt und behandelt wird. Die Qualität der medizinischen Betreuung spielt dabei eine wesentliche Rolle.“ Das österreichische Gesundheitssystem ermöglicht eine vielfältige Behandlung, für Patientinnen kann aber gerade das auch zu einer Verunsicherung führen, da der „Laie“ nicht einschätzen kann, welche Behandlung und welche Betreuung die Richtige ist. Mit der Zertifizierung der BGZ wird neben der Qualitätserhöhung für Patientinnen einerseits eine Orientierungshilfe geschaffen und andererseits die Garantie gegeben, dass die Betreuung medizinisch am letzten Stand der Entwicklung und die Patientinnensicherheit hoch ist. Innerhalb von drei Jahren sollen 80 Prozent der Frauen mit Brustkrebs in zertifizierten Zentren behandelt werden. 
 
Österreichische Zertifizierungskommission (ÖZK) gegründet
Der Fokus der ÖZK liegt auf der Schaffung einer in Österreich einheitlich anerkannten Zertifizierung, d.h. einem Qualitätssystem, das in allen BGZ angewandt wird. Doz. Neunteufel: „Es geht nicht darum, dass BGZ zertifiziert werden, sondern um die Schaffung eines Systems, das in allen Zentren angewandt wird. Um einen einheitlichen Qualitätsstandard sichern zu können, ist eine objektive Differenzierung gegenüber nicht zertifizierten Zentren unbedingt nötig.“ Diesem Ziel ist man mit der Gründung der ÖZK nun einen großen Schritt näher, denn erstmals ist es gelungen, alle sieben Fachgruppen die für BGZ von Bedeutung sind, zusammen zu schließen und somit neben der Qualitätssicherung auch ein klares Unterscheidungsmerkmal für Patientinnen zu ermöglichen. 

Mitglieder und Sprecher der Österreichischen Zertifizierungskommission
Mitglieder der ÖKZ sind: Die Österreichische Gesellschaft für Chirurgie, die OEGGG (Österr. Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe), die ÖGRO (Österr. Gesellschaft für Radioonkologie, Radiobiologie und medizinische Radiophysik), die OERG (Österr. Röntgengesellschaft), die OGN (Österr. Gesellschaft für Nuklearmedizin), die ÖGHO (Österr. Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) und die Österr. Gesellschaft für Pathologie. Sprecher der Kommission ist Univ. Doz. Dr. Walter Neunteufel. Stellvertretende Sprecher sind Univ. Prof. Dr. Michael Gnant, Univ. Prof. Dr. Helmut Samonigg und Univ. Prof. Dr. Felix Sedlmayer. Jede Fachgesellschaft entsendet zwei Vertreter in die Zertifizierungskommission. Das Zertifizierungsverfahren orientiert sich an internationalen Vorgaben und definiert einheitliche Qualitätskriterien bezüglich Organisation, Weiterbildung, Teamarbeit, Forschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Qualitätsmanagement, Dokumentation und Kommunikation sowie Patientinnenbetreuung.
 
In einer Pilotphase haben bereits fünf Brustgesundheitszentren in Österreich die Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen, über zehn weitere Zentren sollen bis Ende 2010 folgen. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen eigenständigen BGZ und affilierten Partnern (AP). Das heißt: Ein BGZ kann entweder als Einzelstandort zertifiziert sein, oder als Verbund mit bis zu vier sogenannten affilierten Partnern. Ein eigenständiges BGZ muss über alle Kernleistungsdisziplinen verfügen. Das sind: Chirurgie, Gynäkologie, Radiologie, Radioonkologie, Internistische Onkologie, Nuklearmedizin und Pathologie. Ein sich für ein Brustzentrum bewerbendes Klinikum muss den Nachweis erbringen, mindestens 100 bösartige Neuerkrankungen pro Jahr diagnostiziert und behandelt zu haben. 
 
Ein affilierter Partner ist kein eigenständiges Zentrum, sondern kann nur in Verbindung mit dem „großen“ Partner zertifiziert werden. Die Zahl der Patientinnen in allen affilierten Zentren darf dabei die Zahl der Patientinnen im BGZ nicht übersteigen. Der affilierte Partner muss zumindest über die Bereiche „Operative Therapie“ und „Diagnostik“ verfügen und pro Jahr mindestens 30 Mammakarzinom-Primärfälle behandeln.
  
HINTERGRUNDINFORMATION ZERTIFIZIERUNG


EU-Qualitätsvorgaben
Die EU hat mit den EUSOMA-Leitlinien (European Society of Mastology) Vorgaben für die Implementierung von Brustgesundheitszentren vorgegeben, um für alle Frauen optimale Betreuungsmöglichkeiten - von der Diagnose bis zur Behandlung bei Mammakarzinomen zu gewährleisten. Die Qualitätsmerkmale betreffen die Dokumentation, Behandlungsprotokolle, Konferenzen, Aufklärungsgespräche, Wartezeiten, Nachsorge und Erfolgskriterien. Nach den Plänen der EU soll Brustkrebs bis 2016 nur mehr an zertifizierten, interdisziplinär besetzten und hoch spezialisierten BGZ behandelt werden. Die europäische Qualitätszertifizierung legt deshalb genaue Kriterien für die diagnostische und apparative Einrichtung und Ausstattung der gynäkologischen Klinik fest. Sie definiert weiters exakte Abläufe von Operationen und deren Dokumentation. 
 
Das Zertifizierungskonzept sieht vor:

die Verbesserung der Datenlage und Implementierung eines einheitlichen Dokumentationssystems
• die interdisziplinäre Zusammenarbeit und reibungslose Kommunikation unter Fachärzten
die Spezialisierung in Form von Aus- und Fortbildungsangeboten von Ärzten und Schwestern
• eine Konzentration und Standardisierung der Behandlungsmethoden
• die Erhöhung der Behandlungssicherheit
• die generelle Optimierung von Arbeits- und Prozessabläufen in der gesamten Behandlungskette
• die Abbildung der standardisierten Prozesse der interdisziplinären Betreuung von Patientinnen
• mit Brustkrebserkrankungen• 
Fusszeile
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
*